<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' version='2.0'><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-33340641</atom:id><lastBuildDate>Tue, 29 Dec 2009 20:01:09 +0000</lastBuildDate><title>Sönkes Sparshow</title><description>Sönkes Sparshow ist eine Kolumne im Berliner Stadtmagazin zitty. Dies ist die interaktive Version. Außerdem: Das praktische Sparshow-Archiv mit allen verpassten Folgen und Suchfunktion.</description><link>http://www.sparshow.de/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Sönke)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>20</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-5913658595790015886</guid><pubDate>Wed, 11 Apr 2007 17:43:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-04-11T19:43:51.581+02:00</atom:updated><title>Sterben – aber versichert?</title><description>Neulich stieß ich bei der ausgiebigen Recherche nach der billigstmöglichen Fahrkarte mal wieder zufällig auf ein äußerst  interessantes Angebot der Deutschen Bahn AG: die &lt;a href="http://www.bahn.de/p/view/preise/basisangebote/europaeische_reiseschutz.shtml#1"&gt;DB-Sparpreis-Versicherung&lt;/a&gt;. Genau die hat schließlich noch gefehlt. Ich musste kürzlich selbst die schmerzliche Erfahrung eines – da gnadenlos personengebundenen – ungenutzt verfallenen 29-Euro-Spartickets machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schön wäre da eine Rücktrittsversicherung! Sieht erst mal gut aus, das Angebot: Kostenpunkt nur 5 Euro bis 150 Euro Fahrkartenpreis. Hört sich nach einer sinnvollen Investition an, wenn man sich nicht hundertprozentig sicher ist, ob man die Reise antreten kann. Natürlich gibt es einen kleinen Haken: Die „vertraglich geschuldeten Stornogebühren bzw. der DB-Sparpreis-Ticketpreis“ werden nur dann erstattet, „wenn die Stornierung/der Nichtantritt wegen Tod, schweren Unfalls, unerwarteter schwerer Erkrankung erfolgt“. Abzüglich eines Selbstbehalts von mindestens 15 Euro, im Nicht-Todesfall eventuell auch etwas mehr. Sicher eine tröstliche Sache für meine Erben, aber doch nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erinnert mich irgendwie fatal an das Angebot mit dem netten Namen &lt;a href="http://www.verdi-mitgliederservice.de/site/portal/vorsorgen/index-sterbegeld.htm"&gt;„Gruppensterbegeldversicherung“&lt;/a&gt; (Kompositum ausnahmsweise nicht von mir!), das mir meine Gewerkschaft vor kurzem unterbreitet hat. Klingt erstmal nach Gruppentherapie oder Gruppensex, hat aber wohl doch nicht so viel damit zu tun. Sterben muss auch hier am Ende jeder allein. Ohnehin leicht paradox, so eine Versicherung, bei der der Schadensfall garantiert eintritt. So ist die Gruppensterbegeldversicherung denn auch ganz langweilig kalkuliert – bei Erreichen eines durchschnittlichen Lebensalters gibt es ungefähr die gezahlten Beiträge minimal verzinst zurück. Nur wer jung stirbt, kann es auf der eigenen Beerdigung ordentlich krachen lassen auf Kosten der Versicherung. Erreicht man dagegen ein biblisches Alter, zahlt man sogar drauf und ärgert sich vermutlich tot.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-5913658595790015886?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/04/sterben-aber-versichert.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>8</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-494836165874833469</guid><pubDate>Thu, 29 Mar 2007 09:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-03-27T11:38:37.713+02:00</atom:updated><title>Alles Klima?</title><description>Flugreisen müssen teurer werden. Furchtbar, dass der Pöbel heutzutage die einst halbwegs exklusiven Flughäfen überschwemmt! Selbst die Reisebranche findet, dass Fliegen zu billig ist. Kein Wunder: Mit 19,90-Euro-Tickets lässt sich beim besten Willen nichts verdienen. Ach ja, und die Sache mit dem Klima. Die Lösung für Flugreisende mit Öko-Gewissen ist natürlich, wie fast alles im segensreichen System der Marktwirtschaft, längst käuflich zu erwerben: verschiedene Anbieter verkaufen im Internet Klimaschutz-Ablassbriefe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;a href="http://www.atmosfair.de"&gt;Atmosfair&lt;/a&gt; kann man sich nach Eingabe von Start- und Zielflughafen die Kohlendioxid-Emissionen der Ökosauerei ausrechnen lassen. Besonders interessant dabei ist der automatische Vergleich mit Kühlschränken, Autos und Indern. Der Extremfall, ein Hin- und Rückflug von Berlin nach Sydney, produziert demnach pro Passagier etwa soviel Klimakillergase wie 121 Kühlschränke, 6 Autos oder 13 Inder in einem ganzen Jahr. Da nimmt sich der von Atmosfair errechnete Preis für den Klima-Ablassschein in Höhe von 244 Euro geradezu lächerlich niedrig aus. Der verwandelt den fiesen Flug - schwupps! - in einen harmlos-„klimaneutralen“. Denn Atmosfair finanziert zum Beispiel Solarprojekte in Indien, die die Emissionen der dortigen Bevölkerung noch weiter senken und so die fliegenden Dreckschleudern der Wohlhabenden neutralisieren. Besonders billig kommt man bei den sonst so viel gescholtenen Kurzstreckenflügen davon: Mit gerade mal 6 Euro für einen einfachen und 9 Euro für einen Hin- und Rückflug kann man die Seele von der Ökosünde freikaufen. Das dürfte nicht mal ein Billigfliegerbudget sprengen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und für gewissensgeplagte Autofahrer gibt’s die „Klima-Vignetten“ der &lt;a href="http://www.climate-company.de"&gt;Climate Company&lt;/a&gt;: 15.000 klimaneutrale Kilometer je nach Autotyp schon ab 65,90 Euro. Hier werden keine Projekte unterstützt, sondern EU-Emissions-Zertifikate aufgekauft: was man aus dem eigenen Auspuff bläst, darf die Industrie nicht mehr durch den Schornstein jagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-494836165874833469?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/03/alles-klima.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-7303240880537621162</guid><pubDate>Thu, 15 Mar 2007 14:28:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-03-17T15:31:55.918+01:00</atom:updated><title>Alles Birne?</title><description>Alle reden vom Klima. War ja auch wirklich ganz schön warm diesen Winter. Ob das an den Glühbirnen lag? Die sind schließlich im Grunde gar keine Leuchtmittel, sondern Miniaturheizkörper. Nur fünf Prozent der eingesetzten elektrischen Energie wandeln herkömmliche Birnen in Licht um, der Rest ist Wärme. Darum sollen die Beleuchtungsklassiker in Australien demnächst sogar verboten werden, und auch hierzulande reden manche schon davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir erscheint das reichlich albern, denn schließlich darf man ja auch sonst in allen Lebensbereichen nach Herzenslust soviel Energie verbrunzen, wie man es sich finanziell so eben leisten kann. Warum also nicht mit Glühbirnen heizen? Das senkt immerhin die Gasrechnung. Und damit den Kohlendioxidausstoß. Strom kann man schließlich mit diesen neuartigen Öko-Kraftwerken auf Uranbasis quasi klimaneutral herstellen. Dekorativer als ein ordinärer Heizlüfter ist so ein Haufen leuchtender Glühbirnen allemal. Wollte man eine vergleichbare Wärmeleistung mit sogenannten Energiesparlampen erreichen, würde es einfach unerträglich grell. Ganz zu schweigen von den exorbitanten Anschaffungskosten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glühbirnen wiederum halten dafür nicht besonders lange, was allerdings nicht ihrem Funktionsprinzip geschuldet ist, sondern allein dem Glühbirnenkartell der westlichen Hemisphäre, das sich einst auf eine durchschnittliche Birnenlebensdauer von rund tausend Stunden geeinigt hat. Sozialistische Lampen glühten (und glühen) deutlich länger. Der Westberliner Erfinder Dieter Binninger wollte denn auch Anfang der Neunziger seine 150.000-Sunden-Ewigkeitsglühbirnen in den damals noch existierenden Ostberliner Narva-Werken produzieren. Doch Binniger starb bei einem Flugzeugabsturz, bevor die Verträge unterzeichnet waren. Das Klima freut es vielleicht: Die ewigen Birnen heizten zugunsten der Haltbarkeit bei gleicher Helligkeit noch mehr als ihre kurzlebigen Schwestern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-7303240880537621162?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/03/alles-birne.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-117276499056421822</guid><pubDate>Thu, 01 Mar 2007 15:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-03-01T17:03:10.576+01:00</atom:updated><title>Alles Lüge?</title><description>Dass die Alles-immer-billiger-Mentalität, die insbesondere deutsche Konsumentinnen und Geiz-ist-Geil-Discounter in trauter Eintracht verbindet, nicht der Weisheit letzter Schluss ist, liegt auf der Hand. Immer noch günstigere Preise lassen sich nicht mehr allein mit spartanischer Ladeneinrichtung und schlankem Sortiment realisieren. Gnadenloses Ausbeuten der eigenen Belegschaft und ruinöse Niedrigstpreisforderungen an die Lieferanten der Billigprodukte sind zentrale Faktoren bei der Kalkulation der Discount-Preise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nicht nur unschön, sondern schadet auf Dauer auch den schnäppchenjagenden Kunden selbst. Durch sinkende Qualität der Produkte etwa, aber auch im größeren Maßstab über durch den Billigwahn forcierte globale Lohndumpingprozesse, die einem eines Tages selbst den Einkauf beim Discounter unerschwinglich machen könnten. Diese Zusammenhänge erläutert der Journalist Franz Kotteder anschaulich und streckenweise unterhaltsam in seinem Sachbuch „Die Billig-Lüge“. Das ist soeben - ich wage fast nicht, es zu schreiben: - endlich auch im sparerkompatiblen Taschenbuchformat für geizverdächtige 8,95 Euro erschienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den angedeuteten Hintergrund-Infos zum Billigsystem gibt es im Buch auch ein paar nette charakterisierende Stories über die geradezu mythischen deutschen Discounterkönige, allen voran natürlich die Aldi-Albrecht-Brüder. Theo Albrecht etwa versuchte, als er 1971 Opfer einer Entführung wurde, das geforderte Lösegeld von 10 Millionen auf 100.000 Mark herunterzuhandeln. Am Ende flossen dann doch 7 Millionen, die er später als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen wollte - allerdings erfolglos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas fragwürdig erscheint mir lediglich das Schlusswort der „Billig-Lüge“, in dem der Autor die Gründung einer neuen Handelskette für Bioprodukte als Hoffnungsschimmer herausstellt. Denn der Gründer ist ein ehemaliger Aldi-Manager, der sich nach wie vor zu den Prinzipien seines einstigen Arbeitgebers bekennt, und es handelt sich natürlich um eine Bio-Discount-Kette.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Franz Kotteder: Die Billig-Lüge. Die Tricks und Machenschaften der Discounter. Droemer/Knaur-Verlag, 8,95 Euro.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-117276499056421822?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/03/alles-lge.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-117153571263760811</guid><pubDate>Thu, 15 Feb 2007 10:34:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-02-15T11:35:12.646+01:00</atom:updated><title>Sparen mit der GEZ?</title><description>Das System der Rundfunkgebühren-Eintreiber ist zweifellos äußerst dubios organisiert, wie letztes Mal an dieser Stelle ausgeführt. Trotz alledem ist das Gebührenmodell im Grunde ja keine ganz schlechte Sache. Aber dass man jetzt auch noch für Computer extra zahlen soll, obwohl man damit gar nicht fernsieht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gute Nachricht: Das stimmt in den meisten Fällen gar nicht. Denn die Gebühren für „neuartige Rundfunkgeräte“, wie internetfähige PCs im kreativen GEZ-Neusprech heißen, muss nur zahlen, wer bisher weder Radio noch Fernsehen angemeldet hatte. Selbst im günstigen Nur-Radio-Basistarif von 5,52 Euro monatlich ist das neuartige Rundfunkgerät enthalten. So gesehen könnte man die neue PC-Gebühr fast als Schnäppchen und gesellschaftliches Reintegrationsprogramm für hartnäckige GEZ-Verweigerer betrachten. Denn schließlich kann man damit jetzt sogar legal für billige 5,52 statt bisher stolzer 16,56 Euro Monatsbeitrag öffentlich-rechtliche Bewegtbilder glotzen – zumindest in begrenztem Rahmen und mäßiger Qualität, dafür komfortabel on demand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn kurioserweise kommt es auf den Übertragungsweg an. So lange man auf die zunehmenden Streaming-TV-Angebote zurückgreift, also über das Internet fernsieht, ist man mit dem Basistarif legal dabei. Tagesthemen oder Heute-Journal kann man so beispielsweise ganz gut gucken. Hat der PC allerdings einen Empfänger für Antennen-, Satelliten- oder Kabel-TV eingebaut, was heutzutage ja durchaus vorkommen soll, ist er gebührenrechtlich ein ordinäres Fernsehempfangsgerät und schlägt mit 16,56 Euro monatlich zu Buche. Doch ob wirklich jeder weiß, was sein Billigrechner vom Discounter so alles kann? Und muss der Rundfunkgebührenbeauftragte von heute zugleich ein Experte für PC-Hardware sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Internetangebot von ARD und ZDF soll übrigens dieses Jahr auch in der Übertragungsqualität deutlich verbessert werden. Zeit, die klassische Glotze endlich abzuschaffen und gute 11 Euro pro Monat zu sparen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-117153571263760811?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/02/sparen-mit-der-gez.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-117041717759608683</guid><pubDate>Thu, 01 Feb 2007 11:50:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-02-02T12:52:57.606+01:00</atom:updated><title>Schon GEZahlt?</title><description>Neulich erhielt ich innerhalb weniger Minuten vier E-Mails von der „Gebuehreneinzugszentrale“ und „GEZ Online“, in denen mir unterschiedliche Monatsbeiträge zwischen 377,80 und 487,77 Euro in Rechnung gestellt wurden. Darin enthalten sei ein Zuschlag, entstanden „durch das nicht rechtzeigige Anmelden des Internetverbindung“. Schade eigentlich: immer diese saublöden Ortografie-, Grammatik- und Stilfehler in den Spam-Mails! Ohne die und die Vielfachzustellung wäre dieses Fake fast als gelungen zu bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Gebühreneintreibern sind schließlich die schrägsten Methoden zuzutrauen. Das lustig-mafiös angehauchte Aggro-Image der Schon-GEZahlt-Schlägertypen aus der Reklame scheint nämlich erschreckenderweise gar nicht so weit von der Realität entfernt, wie man bei so einer Ironie-Kampagne (Ziel: Information über „gebührenrelevante Sachverhalte“) zu glauben versucht ist. Ich selbst hatte zwar noch nie das persönliche Vergnügen, aber man hört und liest die wildesten Stories über die so genannten Rundfunkgebührenbeauftragten, sobald man danach sucht. Die sind übrigens keine GEZ-Angestellten, sondern freie Mitarbeiter der Landesrundfunkanstalten, in Berlin also des rbb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das System ist schier unglaublich: Die freischaffenden Gebührenbeauftragten bekommen ein Revier zugeteilt, in dem sie dann mit ihren individuell bevorzugten Methoden „neue Rundfunkteilnehmer gewinnen“. Bezahlt werden sie – wirklich – auf Provisionsbasis. Je länger der neue Rundfunkteilnehmer gesteht, bereits in der Vergangenheit ein Empfangsgerät bereitgehalten zu haben, desto beeindruckender die geforderte Nachzahlung und damit auch die Prämie des, naja, Kopfgeldjägers. Besonders erfolgreiche Rundfunkgebührenbeauftragte erzielen angeblich monatliche Einnahmen bis zu 25.000 Euro. Neben „starkem Selbstvertrauen und souveränem Umgang mit Stresssituationen“ fordern einschlägige Jobangebote explizit „Gesetzestreue und einen einwandfreien Leumund“. Mehr Mafia geht fast nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-117041717759608683?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/02/schon-gezahlt.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116895866322758004</guid><pubDate>Thu, 18 Jan 2007 14:21:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-01-16T15:44:23.240+01:00</atom:updated><title>Preise wie damals im Osten?</title><description>Wenn man sich die zahllosen Reklamezettel aus dem Briefkaten anguckt, bekommt man fast den Eindruck, alles sei im neuen Jahr billiger geworden statt teurer. Saturn und Media-Markt „erließen“ die Mehrwertsteuer Anfang Januar für einige Produkte, indem sie 19 Prozent Rabatt gewährten. Die meisten der Aktionsprodukte waren allerdings trotzdem bei anderen Anbietern billiger zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Discounter wie Aldi die Preise „einfrieren“, ist zumindest für das Lebensmittelsortiment eigentlich selbstverständlich. Dafür gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, und der wurde nicht erhöht. Auch die Floristenzunft wirbt, wie hier neulich schon angekündigt, jetzt mit „stabilen Blumenpreisen“. Und Ikea „verschiebt“ die Mehrwertsteuererhöhung auf Februar. Was natürlich auch nichts anderes als einen kleinen Rabatt bedeutet. Die Preise für Billy und Co sollen angeblich nächsten Monat ernsthaft um die steuerbedingten knapp 2,6 Prozent auf krumme Beträge steigen. Hier könnte also ausnahmsweise etwas Eile geboten sein – natürlich nur, wenn man ohnehin einen Kauf plant. Denn die nächste Rabattaktion kommt bestimmt, zumal viele Kunden größere Anschaffungen tatsächlich extra noch vor dem Jahreswechsel vorgenommen haben, so dass der Konsumrausch etwas abflauen dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fies sind natürlich Erhöhungen, die schon heimlich im Laufe des letzten Jahres durchgeführt wurden, wie etwa der sage und schreibe durchschnittlich fünfprozentige Anstieg der Zahnpastapreise, der dem unbestechlichen Blick des Statistischen Bundesamts allerdings glücklicherweise nicht verborgen blieb. Angesichts all dieser Praktiken freut man sich schon fast über Läden, die die Erhöhung ganz stur weiterreichen – ohne Rücksicht etwa auf Schwellenpreise. So zahlte ich neulich bei Conrad statt 4,95 Katalogpreis jetzt eben 5,08 Euro. Wirkt irgendwie überzeugend ehrlich kalkuliert – fast wie damals im real existierenden Sozialismus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116895866322758004?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/01/preise-wie-damals-im-osten.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116774482141712778</guid><pubDate>Thu, 04 Jan 2007 13:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2007-01-02T14:33:41.430+01:00</atom:updated><title>Mit einem Taxi nach Ruppin?</title><description>Geschafft! Willkommen im 19-Prozent-Zeitalter! Ist doch alles halb so schlimm. Oder fühlt sich das Leben jetzt teurer an? Ich hatte ja neulich schon auf die Segnungen des ermäßigten 7-Prozent-Mehrwersteuersatzes hingewiesen. Aber nicht nur bei der Bahn kann man dadurch sparen, indem man sich seine Tickets in steuerbegünstigten Fünfzig-Kilometer-Häppchen kauft: Die Nahverkehrsermäßigung gilt natürlich auch bei BVG und S-Bahn. Die hätten zwar trotzdem gerne eine Erhöhung zum Jahresbeginn gehabt, aber dieses Mal hat ihnen doch tatsächlich – man staune – der Senat einen Strich durch die Rechnung gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist noch nicht alles: Auch bescheidene Taxifahrten unter fünfzig Kilometer gehören steuerlich zum Nahverkehr und bleiben daher preisstabil. Zeit, sich mal wieder das einzigartige Berliner Taxi-Schnäppchen namens Kurzstrecke zu gönnen! Kostet nach wie vor 3 Euro und gilt nur beim Heranwinken eines fahrenden Taxis für Strecken bis zwei Kilometer. Tag und Nacht. Und man muss das Zauberwort kennen. Bei manchen Chauffeuren verfinstert sich die Miene schlagartig bei dessen Nennung. Egal. Besonders für nächtliches Gruppen-Partyhopping bestens geeignet. Ist es zum nächsten Club weiter als zwei Kilometer, lohnt ein Zwischenstopp. Vielleicht gibt es dabei ja zufällig eine nette Kneipe zu entdecken. Denn: Eine reguläre Vier-Kilometer-Fahrt kostet immerhin 8,62 Euro – gegenüber 6 Euro für zweimal Kurzstrecke. Oder man versucht es mit einer gemeinschaftlichen Steuer- und Provisionshinterziehung und probiert, wie sonst immer für andere Weltregionen geraten wird, vor der Fahrt einen Festpreis auszuhandeln, ohne Taxameter. Fragen kostet ja nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So entsetzlich billig, wie es die hiesigen Taxifahrer gerne beklagen, ist der Berliner Tarif übrigens gar nicht. Wer taximäßig mal so richtig die Sau rauslassen will, dem empfehle ich den schönen brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Dort kosten vier Kilometer Taxi nur 5,40 Euro. Zum Normaltarif.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116774482141712778?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2007/01/mit-einem-taxi-nach-ruppin.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116643413487803896</guid><pubDate>Thu, 21 Dec 2006 09:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-12-18T10:28:54.890+01:00</atom:updated><title>Märchensteuer: Hamsterkäufe jetzt?</title><description>Die Mehrwertsteuer steigt ab Januar um fast 19 Prozent auf genau 19 Prozent. Sind panikartige Hamsterkäufe zu empfehlen? Ihr Sparexperte meint: Alles halb so wild. Natürlich ist die Umsatzsteuer, wie sie richtig heißt, wie alle Konsumsteuern unsozial. Und, klar, am besten wäre es, das Vermögen der Superreichen zu besteuern. Aber wir haben uns nun mal für den Kapitalismus entschieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum ich die Erhöhung von 16 auf 19 Prozent nicht ganz so schlimm finde? Zum Beispiel, weil eine dadurch bedingte Preiserhöhung nur knapp 2,6 Prozent beträgt. Außerdem rücken wir damit von einer EU-Billigsteueroase, nur noch unterboten von Luxemburg, Spanien und Zypern, endlich ins seriöse europäische Mehrwertsteuer-Mittelfeld auf. Und viele Preise sind gar nicht betroffen: Mieten zum Beispiel bleiben nach wie vor mehrwertsteuerfrei. Die Nebenkosten allerdings nicht, aber bei denen dürfte das bisschen Steuererhöhung wohl das kleinste Problem sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und für die Grundbedürfnisse gibt es schließlich den guten alten ermäßigten Steuersatz in Höhe von 7 Prozent, zuletzt 1983 um einen halben Prozentpunkt erhöht. Gilt für alle Lebensmittel inklusive Hundefutter, allerdings nicht für Getränke, Ausnahmen: Milch und nicht abgefülltes Wasser. Also einfach gesund ernähren! Und zur Unterhaltung mal wieder ein gutes Buch lesen. Oder eine jugendfreie Zeitschrift wie diese. Dazu das traute Heim mit ein paar frischen Blumen schmücken. Alles nach wie vor zum ermäßigten Steuersatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Jahreswechsel gibt es eigentlich keinen Handlungsbedarf: Kein Händler wird so blöd sein, ausgerechnet jetzt die Preise zu erhöhen. Außer natürlich die Quasi-Monopolisten, an die wir aber ohnehin durch langwierige Verträge oder mangels Alternativen gefesselt sind: Telekom, Mobilfunkanbieter, Strom- und Gasversorger sowie die Deutsche Bahn. Letztere hat übrigens dennoch eine geheime Mehrwertsteuer-Schnäppchen-Abteilung: Tickets für Strecken unter 50 Kilometer werden nur mit 7 Prozent besteuert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116643413487803896?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/12/mrchensteuer-hamsterkufe-jetzt.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116522794459049937</guid><pubDate>Thu, 07 Dec 2006 10:19:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-12-18T10:41:21.526+01:00</atom:updated><title>Billig Bücher schenken?</title><description>Die Jahresendfeierlichkeiten stehen tatsächlich schon wieder an. Irgendwelche kleinen Gaben für die Allerliebsten müssen also auch bei weitgehender Weihnachtsresistenz schleunigst her. Ich verschenke ja meistens Bücher. Nein, nicht immer nur die, die ich in Altpapiercontainern und Mülltonnen finde, wie ich es hier vor Jahren mal empfohlen habe. Das gab bitterböse Leserbriefe! In Wirklichkeit gehe ich meist am Vormittag des 24. Dezember in eine kleine Buchhandlung meines Vertrauens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Jahr wird das nichts: Der Heilige Morgen fällt dummerweise auf einen Sonntag. Also ist vorausschauendes Planen angesagt. Das hilft auch gleich Sparen. Lustig finde ich es beispielsweise immer, wenn man durch die virtuellen Bücherregale bei Amazon streift: Direkt neben jedem Exemplar zum vorschriftsmäßigen Buchpreisbindungs-&lt;br /&gt;einheitspreis stehen rund 97 „gebraucht und neu“-Angebote für höchstens die Hälfte. Sogar bei Neuerscheinungen. Von einmal Lesen werden die doch wirklich nicht schlechter, und meist sind sie nicht einmal gelesen, sondern so genannte Mängelexemplare, deren einziger Mangel ein „Mängelexemplare“-Stempel an der Seite ist. Nur die hohen Versandkosten von drei Euro schränken die Attraktivität des Amazon-Schnäppchenmarkts deutlich ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise gibt es Alternativen. Nicht nur Ebay, dessen Bücherabteilung nicht so der Hit ist, sondern auch spezialisierte Portale wie das &lt;a href="http://www.zvab.com"&gt;Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.booklooker.de"&gt;Booklooker&lt;/a&gt;. Bei Booklooker sind neben Antiquariaten auch zahllose Privatanbieter aktiv. Das resultierende Überangebot in Verbindung mit dem anachronistisch-kulturfördernden Portopreisrelikt der Post namens Büchersendung ermöglicht den Erwerb nahezu jeden erdenklichen Druckerzeugnisses zum Dumpingpreis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lesestoffindustrie zeigt bereits erste Anzeichen von Panik. Obwohl sich zumindest die digitale PDF-Buchraubkopie bis heute nicht durchsetzen konnte. Das analoge Rechtemanagement kommt bestimmt trotzdem bald. Bücher, die nach einmal Lesen zerfallen zum Beispiel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116522794459049937?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/12/billig-bcher-schenken.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116410396929420281</guid><pubDate>Thu, 23 Nov 2006 10:11:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-11-25T20:42:11.086+01:00</atom:updated><title>Saufen für Berlin?</title><description>Krass: Kaum hatte ich neulich an dieser Stelle ein paar Gedanken über die Kultur des öffentlichen Flaschenbierkonsums in verschiedenen sozialen Schichten geäußert, wurde genau das zum großen präadventlichen Berlin-Thema. „Volksdroge Alkohol“ brüllten die Überschriften: 250.000 Berlinerinnen und Berliner sind laut Statistik Alkis. Eine Suchtpräventionsexpertin beklagte, dass es mittlerweile normal sei, „dass Leute am helllichten Tag auf der Straße Alkohol aus Flaschen trinken“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sind gerade exzessive Biertrinker die wahren Helden unserer hoffnungslos überschuldeten Stadt. Pro Liter durch die Kehle gegossenen Gerstensafts fließen nämlich satte 10 Cent Biersteuer – und zwar nicht etwa in den anonymen Bundeshaushalt, sondern ganz lokalpatriotisch direkt ins Berliner Schuldenloch. Die Biersteuer steht tatsächlich ausschließlich den Ländern zu. Allerdings wird sie bei der Produktion erhoben, nicht beim Konsum. Das bedeutet leider, dass wir das hiesige Gebräu saufen müssen, um Berlin zu retten. Dafür kann der Rest der Republik ganz einfach mithelfen. Los Leute, an die Theken und Schultheiss schlucken, wenn ihr uns schon keine Sonderfinanzhilfen geben wollt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Biersteuer ist durch ihren reinen Bezug auf die produzierte Menge übrigens fast noch unsozialer als die Tabaksteuer, bei der Luxusfluppen wenigstens etwas höher besteuert werden als No-Name-Billigware. Beide Abgaben belasten Arme extrem überproportional. Zum einen, weil sie in keiner Weise die Höhe des Einkommens berücksichtigen, zum anderen, weil der Unterschichtslifestyle nun mal einen deutlich erhöhten Konsum der legalen und damit steuerpflichtigen Suchtmittel beinhaltet. Es gibt übrigens auch eine Weinsteuer für die besseren Kreise. Sie beträgt exakt null Prozent. Kein Witz. Wie gut, dass Berlin so viele Hartz-IV-Empfänger hat. Quarzen gegen den Terrorismus und Bier von hier tanken für Berlin!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116410396929420281?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/11/saufen-fr-berlin.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116291373653599263</guid><pubDate>Thu, 09 Nov 2006 15:33:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-11-07T16:40:47.876+01:00</atom:updated><title>Is this the End of Summer?</title><description>Lange hat er durchgehalten, der Sommer. Ein Glück. Angesichts jetzt wirklich nicht länger zu verschiebender Heizsaison und bevorstehender Gasag-Jahresabrechnung habe ich mal einen verstohlenen Blick auf  den Gaszähler riskiert und ein bisschen herumgerechnet. Das Ergebnis wird vierstellig, fürchte ich. In meinem Rechnungsordner fand ich das gerade mal zwei Jahre alte Gasag-Preisfaltblatt aus der Zeit meines Einstiegs in die wunderbare Welt der automatischen Heizungen. Seitdem ist der Spaß tatsächlich fast 40 Prozent teurer geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo bleiben die Alternativanbieter? Wir Berliner haben mal wieder Glück: Es gibt sie hier tatsächlich schon. Nur sind die möglichen Ersparnisse reichlich ernüchternd. Bisher versuchen zwei Mitbewerber, der Gasag Kunden abzujagen: Die schon für Billigstrom bekannte Firma Nuon und der neue Anbieter Klickgas. Beide sind – je nach Verbrauch – derzeit zunächst in einigen Fällen sogar teurer als Exmonopolist Gasag. Nur durch Einbezug der Neukundenprämien in Höhe von 50 Euro (Nuon) beziehungsweise einem Monatsverbrauch (Klickgas) spuckt der Vergleichsrechner von Verivox (&lt;a href="http://www.verivox.de"&gt;www.verivox.de&lt;/a&gt;) geringfügige Einsparpotenziale beim Wechsel aus. Die Prämien gibt es allerdings bei beiden nur im ersten Jahr. Und an Klickgas müsste man sich ganze zwei Jahre binden. Dafür bekommt man aber auch eine Preisgarantie für diesen Zeitraum, bei Nuon immerhin für ein Jahr. Angesichts der 40 Prozent Erhöhungen der letzten zwei Jahre im Grunde verlockend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits sind die gaspreisbildenden  Rohölkurse in letzter Zeit drastisch gefallen. Außerdem könnte wie beim Strom eine verordnete Senkung der Netznutzungsentgelte anstehen. Nicht zuletzt erzielte die Sammelklage der Berliner Verbraucherzentrale gegen die Gasag-Preise im Sommer einen Etappensieg. Mit einem dort (unter &lt;a href="http://www.verbraucherzentrale-berlin.de"&gt;www.verbraucherzentrale-berlin.de&lt;/a&gt;) erhältlichen Musterbrief kann man erklären, dass man nur unter Vorbehalt zahlt. Noch besser: Gleich ganz auf den Stoff  der fiesen Schröder-Putin-Connection verzichten. Festbrennstoffe sind wieder voll im Trend!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116291373653599263?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/11/is-this-end-of-summer.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116178782695480490</guid><pubDate>Thu, 26 Oct 2006 14:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-11-07T16:44:28.276+01:00</atom:updated><title>Ist das noch Bohème oder schon die Unterschicht?</title><description>Das fragt die Band Britta in &lt;a href="http://www.flittchen.de/britta/leben.html"&gt;„Wer wird Millionär“&lt;/a&gt;. Die Unterschicht jedenfalls ist wieder da. Und sie scheint weitaus mehr mit der Bohème gemein zu haben als bloß einen überschaubaren finanziellen Spielraum. Letzte Woche wurde in den wie immer lehrreichen Tagesthemen gezeigt, wie sie aussieht, die Avantgarde der Republik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wichtiges Merkmal der Unterschicht ist den investigativen Fernsehbildern nach zu schließen der Konsum von Flaschenbier in der Öffentlichkeit. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Richtig, das lässige Umherschlendern mit geöffneten Bierflaschen wurde jüngst zum Szenetrend erklärt. Tätowierungen und Piercings sind ebenfalls schon so lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen, dass sie eigentlich schon fast wieder out sind. Als Modeaccessoire bevorzugt der Unterschichtler im Alltag offenbar Sport- und Trainingskleidung – auch das findet seine Entsprechung in der Szene. Allerdings sind die möchtegerncoolen Partygänger in diesem Bereich noch eine gute Dekade im modischen Rückstand: Statt 70er-Jahre-Stil ist bei den wahren Trendsettern in Neukölln &amp; Co. längst 80er- und 90er-Jahre-Joggingoutfit en vogue.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wahrscheinlich können sich die bürgerlichen Nachahmer den Unterschicht-Lebensstil einfach nur nicht leisten. Fastfood, Süßes, Alkohol, Kippen, neueste Glotze, Handytelefonate und tiefergelegte Autos – das ist auf Dauer nicht nur anstrengend und ungesund, sondern kann auch ganz schön ins Geld gehen. Das wiederum beziehungsweise Mangel daran ist offenbar gar kein Kriterium mehr für Unterschichtzugehörigkeit, sondern inzwischen eher Merkmal der Bohème aus Urbanen Pennern und Prekären Praktikanten. Unterschichtler werden sogar manchmal Millionär. Lotto-Lothar drehte mit seinem Gewinn richtig auf, lebte schnell und starb jung. Urbane Pennerinnen dagegen bringen es höchstens zum Sparkolumnisten, in Ausnahmefällen auch mal bis in die Chefetage eines Stadtmagazins. Das reicht dann kaum, um beim aufwändigen Lebensstil der Unterschicht-Avantgarde mitzuhalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116178782695480490?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/10/ist-das-noch-bohme-oder-schon-die.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-116039720971128897</guid><pubDate>Thu, 12 Oct 2006 12:14:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-11-16T13:13:46.830+01:00</atom:updated><title>Want a Free Shoe Shine?</title><description>Wie wird man Millionär? Entweder mit Günther Jauch oder durch den Lotto-Jackpot. Ein weiterer klassischer und zudem minimal realistischerer Weg beginnt mit dem Job des Schuhputzers. Der ist hierzulande ganz langsam wieder im Kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jahrelang gab es in Berlin, mal abgesehen vom Schuhputzservice in Luxushotels, nur noch einen Vertreter dieses Faches: Ahmet Tecimen. Er bietet seine Dienste denn auch in einer Umgebung an, die ebenfalls vor Jahrzehnten zum Stillstand gekommen zu sein scheint – im Erdgeschoss des Europacenters. Einmal professionelle Schuhpflege auf dem traditionellen Thron kostet bei ihm fünf Euro. Seit kurzem ist sein Angebot aber nicht mehr einzigartig in der Stadt. Der ambitionierte Hartz-IV-Startup-Gründer Thomas Ganick putzt für günstige 3,50 Euro „am Fuß“ in der Kreuzberger Axel-Springer-Passage. Bisher allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Angeblich haben hierzulande viele ein Problem damit, die als demütigend empfundene urkapitalistische Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Ganick setzt auf den Standortfaktor. Er hofft auf eine Lizenz zum Putzen im neuen Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Womöglich wird sein Warten vergeblich bleiben. Schließlich ist der Hauptbahnhof selbst die größte halbautomatische Schuhputzanlage Berlins. Sparsame Freunde eines gepflegten Shoe Shine brauchen bloß ein paarmal mit den zahllosen Rolltreppen auf und ab zu gondeln. Die seitlich über die gesamte Länge angebrachten &lt;a href="http://www.ehc-global.com/EHC-German/D-Flector/"&gt;D-Flector-Sicherheitsbürsten&lt;/a&gt; polieren dabei perfekt das Schuhwerk. Sandalenträger bekommen eine kribbelnde Fußmassage dazu. Auch beim international verpönten linksseitigen Stehen auf der Rolltreppe zwecks Reinigung des linken Schuhs braucht man sich in Berlin ja praktischerweise nicht schlecht zu fühlen, da es hier, einmal auf einer Rolltreppe angekommen, niemand mehr eilig hat. Diese halbautomatische Schuhpflege gibt’s noch immer zum Nulltarif, Bahnsteigkarte nicht erforderlich. Nicht so im Revier von Ahmet Tecimen: Das anachronistische Europacenter hat zwar Rolltreppen, aber ohne D-Flector-Schuhputzbürsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.shoe-care-service.de"&gt;www.shoe-care-service.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-116039720971128897?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/10/want-free-shoe-shine.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115919061350945802</guid><pubDate>Thu, 28 Sep 2006 01:20:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-09-25T16:36:49.933+02:00</atom:updated><title>Betaalbaar Strom dank Bundesnetzagentur?</title><description>Unglaublich, aber tatsächlich wahr: Letzte Woche ist Strom in Berlin von einem Tag auf den anderen um rund fünf Prozent billiger geworden. Die Preissenkung gilt allerdings zunächst nur für Kunden des Ex-Lokalmonopolisten Vattenfall formerly known as Bewag. Und lustigerweise ist sie keineswegs die Folge des vielbesungenen verschärften Wettbewerbs, sondern im Gegenteil das Ergebnis einer geradezu anachronistischen staatlichen Regulierung. Die Bundesnetzagentur (klingt schon gefährlich) hat zugeschlagen und die Senkung der Netznutzungsentgelte angeordnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Witzig, wie Vattenfall das jetzt verkauft: „Der Stromvertrieb des Unternehmens“ reiche „Kostenentlastungen, die aus der Senkung der Netznutzungsentgelte entstehen, direkt an seine Kunden weiter“. Hey, super, unser eigenes Netz ist billiger geworden! Vattenfall-Strom kostet dank dieser erwzungenen Preissenkung jetzt wieder ungefähr genausoviel wie vor der letzten Preiserhöhung im Mai. Billiganbieter Nuon, der gerade wieder kräftig um Neukunden wirbt, war dadurch plötzlich nur noch um die 50 Euro Einjahres-Treueprämie - die es nur im ersten Jahr gibt - günstiger als Vattenfall. Kurz vor Redaktionsschluss reagierte auch Nuon auf die neue Situation am Berliner Strommarkt: Die jetzt reduzierten Netznutzungskosten habe man erwartet und mutigerweise bereits von Anfang an in die Preiskalkulation einbezogen. Um aber weiterhin das Versprechen einzuhalten, stets günstiger als Vattenfall zu sein, ziehen die holländischen Lekkerstromdealer jetzt mit einer eher symbolischen Preissenkung von nicht einmal 1,5 Prozent nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür gibt es bei Nuon zusätzlich eine zwölfmonatige Preisgarantie. Die bietet neuerdings aber auf Wunsch auch Vattenfall (Fix-Tarif) wieder an. Das sollte einen stutzig machen. Womöglich holt man sich damit momentan eher eine Hochpreisgarantie ins Haus. Furchtbar - jetzt muss man schon bei der Wahl des eigenen Stromversorgers zocken wie ein Börsenjunkie!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115919061350945802?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/09/betaalbaar-strom-dank.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115746199071373976</guid><pubDate>Thu, 14 Sep 2006 13:10:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-09-06T00:08:55.716+02:00</atom:updated><title>Das Recht auf Wasser (zum Kaffee)</title><description>Ich bin offenbar von der hauptstädtischen Cafékultur verwöhnt. Ich halte es nämlich für total selbstverständlich und ein Zeichen gepflegter Gastronomie, zu einer Tasse Kaffee zumindest auf Wunsch ein Glas Leitungswasser gereicht zu bekommen. Ohne Extrakosten, versteht sich. Das hielt ich immer für eine Art Grundrecht, egal ob Kaffee nun dehydrierende Eigenschaften hat oder nicht. Nebenbei ist es natürlich ein ebenso preisgünstiger wie gesunder Durstöscher. Dass diese optionale Gratisdreingabe aber offensichtlich doch keine Selbstverständlichkeit ist, musste ich neulich bei einem Landausflug ins Brandenburgische feststellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einer Wanderung um den Lychener Wurlsee kehrten wir auf einen Milchkaffee ins Seehotel Lindenhof ein. Ich orderte das übliche Glas Leitungswasser dazu, das mir auch ohne Nachfrage oder Kommentar serviert wurde. Die Überraschung kam mit der Rechnung: Außer dem Milchkaffee wurde mir ein „kleines Mineralwasser“ zu 1,80 berechnet. Ach Du Schreck. Kulturelle Differenzen zwischen Stadt und Land, Ost und West? Ich bin im allgemeinen eher zurückhaltend, was das Anfechten von Rechnungen angeht. In diesem Fall siegten dann aber doch Rechtsempfinden und Sparerehre. Auf meine Nachfrage bestätigte die Kellnerin, dass es sich um Leitungswasser gehandelt habe – das sei aber „nicht im Kassensystem“. Meinen Verweis auf die Kultur des zum Kaffee gehörenden Wassers versuchte sie dann gar noch mit der angeblich exorbitanten Größe des mir servierten Glases zu kontern, „oder wollen Sie das etwa nicht bezahlen?“. Ich wollte nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zurück in Berlin, genieße ich die hiesige Gratisleitungswasserkultur umso mehr. In der Caféteria der Unibibliothek gibt es das Glas Wasser anstandslos selbst zum 60-Cent-Kaffee, in der Edelpizzeria I Due Forni bekamen wir neulich sogar eine Literkaraffe des edlen Tropfens zum halben Liter Wein gereicht. So soll es sein.&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115746199071373976?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/09/das-recht-auf-wasser-zum-kaffee.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115652038882034570</guid><pubDate>Thu, 31 Aug 2006 15:35:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-08-28T13:53:51.433+02:00</atom:updated><title>Bombensicher &amp; knallbillig: Schließfächer</title><description>Ich fand sie ja von vornherein grenzwertig. Aber jetzt sollte sie wirklich schleunigst demontiert werden: „Bombardier“ fordert die riesige Leuchtschrift hoch über den Bahnsteigen des neuen Hauptbahnhofs die Reisenden auf. Fehlt bloß noch ein ergänzendes „....mich!“. Leichter gesagt als getan übrigens – schließlich gibt es  im ganzen funkelnagelneuen größten, schnellsten und tollsten Bahnhof der Welt kein einziges Schließfach. Stattdessen eine Gepäckaufbewahrung mit flughafenmäßiger Kofferröntgenanlage, beschränkten Öffnungszeiten und langen Warteschlangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sind Schließfächer absolut unverzichtbar für sparsame Kurzzeit-Berlinbesucher, die sich keine Unterkunft leisten können oder wollen. Habseligkeiten ins Fach, und schon kann man sich erleichtert in die ohnehin niemals schlafende Stadt stürzen. Noch ist zudem Outdoor-Sleeping-Saison im Tiergarten. An dessen westlichem Ende liegt denn auch die Rettung für Schließfachfreunde: Der Bahnhof Zoo wird scheinbar nicht mal mehr eines Terroranschlags für würdig befunden – oder aber seine Sprengung würde dem Lamentieren der ewiggestrigen City-West-Lobbyisten ein willkommenes Ende bereiten. Was auch immer die Gründe sein mögen: Im Bahnhof Zoo dämmern hunderte funktionsfähiger Schließfächer im Dornröschenschlaf vor sich hin. Mit drei bis fünf Euro Tagesmiete kosten sie allerdings fast soviel wie ein billiges Hotelzimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Spar-Lösung befindet sich ein paar Schritte hinter dem Bahnhof. Die zahllosen Schließfächer der dort gelegenen VW-Bibliothek sind neuerdings optimal für absolut Mittellose geeignet: Nichtmal mehr Pfandmünzen fordern sie, stattdessen muss man sich eine selbst gewählte Code- und natürlich die Fachnummer merken. Einige der Schließfächer haben glatt die großzügigen Ausmaße japanischer Hotelzimmer, nur vertikal. Auf dem Weg vom Bahnhof liegt praktischerweise auch noch der Duschcontainer für quartierlose Reisende, nebenan gibt’s Kaffee für 30 Cent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.ub.tu-berlin.de/start_tu_udk.html"&gt;VW-Bibliothek&lt;/a&gt;, Fasanenstr. 88, Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 10-14 Uhr&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115652038882034570?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/08/bombensicher-knallbillig-schliefcher.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115667432472860095</guid><pubDate>Thu, 17 Aug 2006 10:13:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-08-28T11:04:38.156+02:00</atom:updated><title>Telefonkuppler? Peter zahlt!</title><description>Wer sparermäßig was auf sich hält, telefoniert längst über das Internet. Voraussetzung dafür ist allerdings ein schneller Netzzugang à là DSL mit Flatrate. Ist der auch beim Gesprächspartner irgendwo auf der Welt vorhanden, kostet das Telefonat nichts extra. Interessant sind auch die Schnittstellen zu den herkömmlichen Telefonnetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lustig ist beispielsweise, sich diverse virtuelle Festnetznummern aus aller Welt zu besorgen. Damit kann man dann ganz gemütlich von zu Hause aus weltweite Präsenz simulieren. Oder aber andersherum geschäftige Anwesenheit im Berliner Büro vom Laptop an der Strandbar auf Hiddensee oder Hawaii vorgaukeln. Wo sich der Angerufene im weltweiten Datennetz gerade real befindet, spielt keine Rolle - auch kostenmäßig nicht. Nachteil der ganzen Internettelefoniererei: Eine gewisse Freude am Experimentieren, Konfigurieren und Ausprobieren war bisher schon nötig, außerdem ein Mindestmaß an geeigneter Hardware - und sei es nur ein PC-Headset.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neuesten Angebote machen jetzt auch das überflüssig. Unter www.peterzahlt.de gibt man einfach die eigene Festnetznummer und die des gewünschten Gesprächspartners ein, ganz ohne Anmeldeprozedur. Kurz darauf klingelt erst das eigene, dann das angerufene Telefon irgendwo in Deutschland oder einem von sieben weiteren Ländern. Die Verbindung ist kostenlos. Denn: Peter zahlt. Jedenfalls solange man nicht das Browserfenster mit der laufenden Werbung schließt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer exotischere Gesprächsziele hat, sollte www.freecall.com ausprobieren. Dort funktioniert es ganz ähnlich gratis sogar in 31 Länder, darunter Russland, China und Malaysia. Geht auch unterwegs, wo immer ein anrufbares Festnetztelefon zur Hand ist - und sei es eine Telefonzelle. Beide Anbieter eröffnen systembedingt charmante Missbrauchsmöglichkeiten beispielsweise für KupplerInnen. Schließlich kann man zwei beliebige Nummern miteinander verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.peterzahlt.de/"&gt;www.peterzahlt.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.freecall.com/"&gt;www.freecall.com&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115667432472860095?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/08/telefonkuppler-peter-zahlt_17.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115660006320449479</guid><pubDate>Thu, 03 Aug 2006 13:37:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-08-28T11:05:04.286+02:00</atom:updated><title>Weiße Fahrräder für alle</title><description>Jederzeit verfügbare, kostenlose Leihfahrräder für alle: Eine Utopie, die seit dem „Witte Fietsen Plan“ der niederländischen Provos Ende der Sechziger Jahre immer mal wieder ausprobiert wird. Damals sollten tausende auffällig-weiße Fahrräder zum allgemeinen Gebrauch in Amsterdam verteilt werden, die jederzeit überall in der Stadt benutz- und wieder abstellbar sein sollten. Selbst in meinem schleswigholsteinischen Heimatkaff startete in den Achtzigern ein 68er-Pastor das Arbeitslosenselbsthilfeprojekt „Kommunale Fahrräder“. Bei uns waren die Räder damals allerdings blau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die ganz pur-anarchistische Form – ohne jede Sicherung und Kontrolle – hält meist nur kurze Zeit durch. Mit Einführung von Anmelde- und Registrierungsmechanismen sinkt allerdings auch der Charme der unmittelbaren, spontanen Fahrradnutzung stets ganz erheblich. Die Deutsche Bahn betreibt bekanntlich mit Call a Bike seit einigen Jahren eine Hightechvariante unter anderem in Berlin. Die Bahn-Rufräder sind zwar mehr oder weniger spontan verfüg- und wieder abstellbar, dafür aber alles andere als umsonst. Mit zunächst vernachlässigbar wirkenden sieben Cent pro Minute kommen bei einer gemütlichen Stadtrundfahrt schnell stattliche Beträge zusammen. Vorletzte Saison gab es von Hackern des Chaos Computer Club modifizierte Bahn-Bikes, mit „Hack a Bike“ statt „Call a Bike“ im Display und mit dem richtigen Code gratis nutzbar. Vorbei – und zudem natürlich ohnehin verboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit kurzem gibt es jetzt eine ganz legale Form des Gratis-Fahrradleihens in Berlin: Die junge Firma bike4free betrachtet die Drahtesel als mobile Reklametafeln und lässt die Werbekunden zahlen. Die im Unterschied zu den DB-Hightechbikes absolut rudimentären Freiräder – übrigens zunächst mal ganz in weiß gehalten – sind täglich zwischen 11 und 20 Uhr gegen Vorlage eines Ausweises kostenlos entleihbar. Momentan „wegen Sponsorenwechsel“ nur an einer der drei Stationen, gleich neben dem Bundesratsgebäude in der Leipziger Straße 3-4. Bleibt abzuwarten, wie lange das oft gescheiterte werbegestützte Gratismodell in diesem Fall durchhalten wird. Am besten schnell mal ausprobieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bike4free.de"&gt;www.bike4free.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115660006320449479?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/08/weie-fahrrder-fr-alle.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-33340641.post-115661203462700449</guid><pubDate>Thu, 20 Jul 2006 17:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2006-08-28T11:06:49.360+02:00</atom:updated><title>Linienbusse im Tiefflug</title><description>Das tropische Klima treibt einen aus der Stadt. Doch die hunderttausenden „Gratis“-Ryanair-WM-Tickets sind längst ausverkauft, und auch die Weltmeister-Bahncard ist jetzt wirklich nicht mehr zu haben. Was also tun, um dem aufgeheizten Pflaster dennoch vorübergehend auf preisgünstige Art und Weise zu entfliehen? Ökologisch korrekter als Flugzeug und sogar als atomstromgetriebene ICEs ist überraschenderweise ohnehin das klassische, wenn auch sexappeallose Armeleutetransportmittel Reisebus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt endlich hat man auch beim hiesigen Carrier Berlinlinienbus die Zeichen der Zeit erkannt und bietet analog zu Billigfliegern und Bahn-Sparpreisen Frühbuchertarife unter dem wenig originellen Namen „Super-Aktionspreise“ an. Zwar immer noch nicht ganz so billig wie das internationale Vorbild Megabus, das Fahrten in Großbritannien und den USA ab 1,50 in der jeweiligen Landeswährung anbietet, aber mit zuschlagsfreien neun Euro pro einfacher Strecke auf jeden Fall deutlich günstiger als Flugzeug-Pseudonulltarife oder Bahnsparpreise. Für den Aktionspreis kommt man beispielsweise nach Hannover, Hamburg und – derzeit besonders interessant – in diverse Ostseebäder. Weiter entfernte Ziele im In- und Ausland sind für 19 bis 49 Euro erreichbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie immer bei derartigen Schnäppchen muss man rechtzeitig den konkreten Bus buchen: Mindestens eine Woche, maximal 60 Tage im voraus.  Buchbar sind die Berlinlinienbustickets in den meisten Reisebüros. Kleiner Haken: Die sparsame Reisegruppe sollte nicht allzu groß sein. Die vorsichtige Nachfrage zur Kontingentierung wird mit entwaffnender Offenheit beantwortet: „immer drei Plätze pro Bus“. Sind andererseits immerhin rund fünf Prozent der Sitze bei einem normalen Reisebus. Viel mehr gibt’s vermutlich bei Ryanair und Konsorten im Durchschnitt auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.berlinlinienbus.de"&gt;www.berlinlinienbus.de&lt;/a&gt;, Tel. 861 93 31&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33340641-115661203462700449?l=www.sparshow.de%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.sparshow.de/2006/07/linienbusse-im-tiefflug.html</link><author>noreply@blogger.com (Sönke)</author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></item></channel></rss>
